SU – Schauspiel Unterricht | Wien ab 16.03.2020

Schauspiel Ausbildung Wien: Ein Flaggschiff der Sprecher Akademie. Gemeinsam mit dem Schauspieler
Tibor Papai entwickelten wir ein enorm effektives Kurrikulum.
Alles Wissen der großen Schauspielschulen in 80 Stunden auf den Punkt gebracht.

Kurzbeschreibung

Für (schüchterne) Anfänger, Kleinbühnendarsteller, zukünftige TV (YouTube & new media) Moderatoren, und werdende Synchronsprecher konzipiert, besuchen auch Personen aus dem Management dieses Seminar und geben Ihren Auftritten, Ansprachen, und Seminaren den nötigen „authentischen“ Schliff. Persönlichkeitsbildung durch Eigen – und Fremdwahrnehmung und bewusste Steuerung der außen wirksamen Emotionen.

 

Mit der „Methode Acting“ von Lee Strassberg, und der von Papai entwickelten Form der „individuellen energetischen Ökonomie“ trennen wir „Spreu von Weizen“ und verschlanken alles Schauspielwissen.
Und auch das gibt es nur bei uns: Sie beenden diesen Masterkurs mit einer Aufführung in einem kleinen Wiener Theater. (Die Einnahmen – werden unter den Teilnehmer/innen aufgeteilt)

 

 

  • Alles was Sie über Schauspiel wissen müssen: Unsere Absolventen brillieren in kleinen Filmrollen, glänzen auf der Bühne, und schaffen schwierige Aufnahmeprüfungen der staatlichen Schauspielschulen mit „links“. Aber auch Teilnehmer ohne Interessen an Bühne, TV, Film profitieren enorm. Schließlich „spielen“ Sie zukünftig ihre authentische Rolle bei Vorträgen, Seminaren, vor Publikum oder bei Vorstellungsgesprächen wo es auf jede Geste ankommt.

     

  • Dieser Kurs ist für (w/m) :

    • Anfänger (ab 18)
    • Erfahrene Schauspieler von Kleinbühnen & Theater
    • Werdende Synchronsprecher
    • TV Moderatoren
    • Darsteller für Film (Neben) Rollen
    • YouTube Akteure und New Media Darsteller
    • Absolventen der Sprecher Akademie
    • Lehrpersonen in Schulen und ähnlichen Instituten
    • Für schüchterne Menschen mit Wunsch zur Potential Entwicklung
    • Personen im Management und Vortragende

     

    • Seite im Aufbau
  • Voraussetzungen:
    Keine, außer Freude an Kommunikation. Teamfähigkeit mit allen Altersschichten. Es gibt keine Altersbeschränkungen. (TN unter 16 Jahren nur mit Einwilligung der Eltern)

    Abschluss:
    Diplomarbeit mittels Aufführung in einem Wiener Theater. Diplom Übergabe

     

    Besonderes:

    Alle Schauspielkurse / wie auch Bachelor Studien werden durch die Akademie Media abgewickelt
    akademie media GmbH
    Industriestrasse 31
    6300 Zug / Schweiz
    (UID & HR Nummer: CHE-257.616.702)
    Geschäftsführerin: Lüdi Annen

    Kontaktdaten
    Tel: +43 3136 81636 (Festnetz Österreich)
    Tel: +49 8441 278 25 24 (Festnetz Deutschland)
    Tel.: +41 43 508 21 45 (Festnetz Schweiz)
    e-Mail: service@sprecher-akademie.eu

  • Unkorrigierter Auszug aus dem Schulungsbuch von Tibor Papai:

     

    Die Bedeutung der Sprache im Schauspielen

    Ist im Sprechtheater enorm groß!

    Warum?

    Weil man körperlich auf der  Bühne zwar sehr präsent sein kann, dass aber herzlich wenig nützt, wenn der Text auswendig heruntergelesen aus dem Munde kommt.

    Die meisten Akteure haben keine Selbstkontrolle ob sie jetzt lebendig sprechen, wie sie das

    zumeist auch in ihrem Leben tun oder den Text  eben „nur „auswendig herunterlesen“.

     

    Was ist auswendig herunterlesen?

     

    Ist das, was in den meisten Deutschsprachigen Serien gezeigt wird. Man hört im Text genau wo der Satz beginnt, wo eventuell das/der Komma/Beistrich ist und vor allem wo der Punkt ist. Wenn man von natürlichem/realistischem Agieren ausgeht und sich selbst genau beobachtet, wie denn die höchstpersönliche (Private) Art zu sprechen ist, wird man feststellen, dass es ganz wenige Sätze gibt in denen man einen Punkt macht.

    Hingegen machen wir bei einer Feststellung die für uns unumstößlich ist, meistens einen Punkt.

    Allerdings scheint der Punkt im Sprechtheater/oder den schon erwähnten Serien meist allgegenwärtig zu sein.

    Immerzu geht die Stimme am Satzende nach unten, so wie wir es in der Schule brav gelernt haben zu lesen.

    Das große Bemühen des Schauspielers um eine schöne Sprache steht dem natürlichen persönlichen Sprechfluss total im Weg.

    Natürlich lernt man in den Schauspielschulen die Deutsche Bühnenhochlautung, Sprechtechnik u.v.m. – das ist auch gut so. Allerdings sollte man schon um seine eigene Natürlichkeit und Ökonomie beim Sprechen wissen, denn Bühnenhochlautung ist nicht gleichbedeutend damit, die Interpunktionen ständig und bis in das kleinste Detail hören zu müssen!!!

    Denn Realistisch hört man sie ja auch im echten Leben auf der Straße nicht, außer vielleicht bei Schauspielschülern, die aufgrund ihrer Überambitioniertheit, der ganzen Umgebung zeigen möchten welches Fach sie erlernen.

    Auch erfahrene Schauspieler, wenn z.B. Klassiker, wie der vorhin schon erwähnte Shakespeare auf dem Spielplan stehen, tappen in diese Falle. Fairerweise muss aber auch erwähnt werden, dass dies oft von Regisseuren verlangt wird. Warum dem so ist, muss man die Regisseure fragen.

    Jedenfalls verhindert eine hochgestochene Sprache auf der Bühne oder im Film jegliche Natürlichkeit und somit auch das wichtigste, nämlich die Assoziation des Publikums mit den Rollen des jeweiligen Stückes.

    Die Krux an der der Sache ist aber die, dass ohne Assoziation, dem Zuschauer das mitfühlen mit den Charakteren verwehrt bleibt. Und dann geht’s ab, wie beim Dominoeffekt, die Aufmerksamkeit schwindet und der Großteil der Zuschauer fragt sich, warum sie eigentlich eine Karte gekauft haben.

    Nimm dich als Beispiel. Du sitzt im Kino, siehst gerade einen  Action, Liebes oder sonst einen Film und dir ist es absolut egal ab der Held stirbt oder auch nicht, oder das Liebespaar seine Liebe miteinander leben kann oder auch nicht. Wie würdest du so eine Zeit im Kino bezeichnen?

     

     

    Wann berührt ein Schauspieler?

    Mich berührt er dann, wenn er mir nah ist. Das heißt, wenn der Schauspieler eine Figur lebt, mit der ich etwas anfangen kann(Assoziation). Wenn keine Assoziation stattfindet, ist es etwa so, als ob ich dir ein Buch in einer fremden Sprache zum Lesen gebe. Du wirst wohl nicht viel damit anfangen können und der Inhalt wird sich dir nicht wirklich vermitteln und spätestens nach ein paar Seiten, wird deine Aufmerksamkeit nicht mehr bei dem Buch sein.

     

    Warum?

     

    Weil du mit der Sprache nichts anfangen kannst, sie ist dir fremd(nicht nah).

     

    Wenn da aber jemand der so wirkt als ob er gerade in diesem Augenblich aus dem Lebengriffen wurde und jetzt auf der Bühne steht, kommt man, bei entsprechendem Interesse am Theater oder Film, nicht drum herum, dem Akteur zusehen zuhören zu „müssen“.

    Du kennst das vielleicht, im Bus oder in der Bahn reden zwei oder mehr Menschen miteinander und obwohl man nicht am Gespräch beteiligt ist, weil man die Personen nicht kennt, muss man hinhören, weil deine Neugier geweckt wurde.

    Leider ist genau dieser Effekt im Theater oder im Fernsehen sehr oft nicht gegeben.

     

    Warum?

     

    Aus vielen verschiedenen Gründen, wie der Regie aber auch ganz oft deshalb, weil der Schauspieler offensichtlich keine Ahnung hat wo denn seine eigene Ökonomie liegt(.Was die eigene Ökonomie ist erkläre ich Im Kapitel Eigene Ökonomie finden).

     

    Es sind jetzt schon einige Jahre in denen ich Sprech- und Schauspielunterricht gebe. Anfänger und fast genauso oft Schauspieler, bemerken nicht den Unterschied wann sie lesen, auswendig lesen, oder tatsächlich sprechen und das was sie reden auch meinen.

    Es wird in den Proben von der Regie aber auch vom Schauspieler, leider viel zu wenig hinterfragt, wie ich diesen Text jetzt sagen würde, wenn ich JETZT in dieser Situation bin.

    Das letzte woran ich denken würde, wäre die Interpunktion oder die Schönheit der Sprache, oder welche Worte zu betonen sind damit der Sinn des Textes „rüber kommt“, sondern es geht immer um das Ziel in der jeweiligen Situation. Genauso ist das auch im privaten Leben, es geht immer um die Situation drum herum und welches Ziel ich in dieser Situation verfolge. Dadurch ergibt sich die Betonung von selbst, bzw. aus dem unterbewussten – genauso wie wir auch im echten Leben sprechen.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Das Pendeln zwischen Genial/inspiriert und Grotten schlecht.

    Angeblich soll dieses Phänomen eines der Rätselhaftesten beim Schauspielen sein.

    Der Akteur denkt dass er heute sehr gut ist, während ihm der Regisseur, die Kollegen, und im schlimmsten Falle das Publikum versichert, dass dem nicht so ist.

     

    Im Zweiten Fall denkt der Mime, dass er letztes Mal sehr inspiriert gespielt habe aber dieses Mal geht es aus irgendwelchen Gründen nicht, obwohl er vermeintlich alles gleich gemacht hat.

     

    Beiden Fällen liegt der gleiche Fehler vor.

    Ich versuche eine gute Vorstellung die ich in der Vergangenheit gemacht habe, in Jetzt zu wiederholen. Dazu kommt noch erschwerend, dass ich meine eigene Ökonomie nicht kenne.

    Denn wenn ich mir dieser bewusst bin, würde ich niemals versuchen etwas wieder genauso herzustellen wie ich es in einer Vorstellung zuvor gemacht habe.

     

    Warum?

     

    Weil Acting immer im hier und jetzt stattfinden muss. Es ist völlig irrelevant wie gut es das letzte Mal gewesen ist, denn Vom Schnitzel, das ich gestern gegessen habe, kann ich heute auch nicht mehr abbeißen!

    Jemand der heute so gut wie gestern sein will, ist nicht im Hier und Jetzt, daher begegnet er der im Stück vorgeschriebenen Situation  mit einer vorgenommen Reaktion, jedoch kann etwas das vorgenommen ist niemals spontan aus dem Jetzt entstehen. Dadurch beschneidet der Akteur seine eigene Ökonomie und beginnt symbolhaft und vorgenommen agieren/reagieren.

     

    Wie bringe ich eine konstante Leistung

    Wir sind alles Menschen mit Stimmungen, die von Tag zu Tag oder manchmal auch von Augenblick zu Augenblick ändern können.

    Konkreter darauf eingegangen, bedeutet das, dass  ein Akteur, seine jeweilige Verfassung immer bis zu einem gewissen Grad mit in die Vorstellung einfließen lassen muss!

    Ich behaupte das ganz bewusst entgegen vieler verschiedener Lehrmeinungen!

    Warum?

    Weil ein lebendiges Theater lebendige Schauspieler braucht und wenn ich als Mensch da stehe und eine Rolle spiele, so bin ich immer noch derselbe lebendige Mensch, der ich war bevor ich mit der aktuellen Vorstellung begonnen habe. Völlig egal welche charakterliche und vielleicht auch körperliche Wandelung ich einnehme, letztendlich, bleibe ich, immer ich!

    Ich verkaufe meine Persönlichkeit auf der Bühne und genau das ist es was das Publikum sehen möchte!!! Meine Persönlichkeit in der Rolle von Othello, Hamlet, oder meinetwegen als James Bond bzw .dessen Gegenspieler.

     

    Warum ich weiß, dass ich Recht habe?

     

    Weil man sich Theater meistens ansieht weil ein bestimmter Schauspieler eine bestimmte Rolle spielt; genauer gesagt, wie er sie spielt.

    Wäre dem nicht so, würde es von den Großen Klassikern, eine einzige Inszenierung mit immer denselben Darstellern geben. Die meisten Menschen gehen nicht in Hamlet, weil die Handlung so spannend ist(denn diese kennen sie eventuell schon aus Inszenierungen die sie früher schon gesehen haben), sondern weil sie den/die Akteur/In interessant finden und sehen möchte wie er/sie in der Rolle wirken.

    Das bedeutet also, das die eigene, private Persönlichkeit, jene ist, die der Rolle das Leben verleiht. Und um persönlich auf der Bühne leben zu können braucht man Wandlung=Bewegung=Stimmung nämlich zunächst mal die private.

     

    Natürlich kann man nicht in einer Komödie zu heulen beginnen, weil man eventuell gerade von der Partnerin verlassen wurde.

     

    Aber:

     

    Du kennst das vielleicht aus deinem Leben, ich nehme jetzt ein einfaches banales Beispiel:

    Du zerbrichst ein schönes Wasserglas.

    Wenn du gerade glücklich verliebt bist, wird dich das wahrscheinlich weniger stören, als wenn du an einem anderen Tag vorher von deinem Chef gemaßregelt wurdest, und dir der Kollege auch noch das Leben schwer macht.

     

    Bis zu einem gewissen Grad soll man die Stimmung in die Rolle mitnehmen auch wenn sich das kontraproduktiv liest!

    Man wird dann z.B. bei einem Wutausbruch mal etwas heftiger und dann mal eben etwas weniger heftig agieren. Wichtig ist die Wahrhaftigkeit der eigenen/privaten Persönlichkeit, denn nur diese erlaubt es dem Zuschauer emotional und rational auf die Handlung einzusteigen.

     

     

    Das Finden der eigenen inneren Ökonomie

    Jeder Mensch ist in seiner Art zu agieren und reagieren ökonomisch.

    Diese Ökonomie entspringt der Summer unserer bisherigen Lebenserfahrungen.

    Was  meine ich damit?

    Ganz einfach, kein setzt mehr Energie ein um ein Ziel zu erreichen, als er braucht um dieses zu erreichen.

    Das wäre so als ob man mit Kanonen auf Spatzen schießt, oder im Supermarkt   unter normalen Umständen, mehr als den angeschriebenen Preis bezahlt um nur ja die eine Flasche zu ergattern.

    Die Herausforderung ist es zu erkennen, welchen ganz individuell energetischen Aufwand man, in welcher Situation hat, um ein Ziel zu erreichen. Das nennt sich das Das Selbstbewusstsein, des Akteurs!

    Spiel man z.B. einen Charakter, der zur Hysterie tendiert, so braucht man nur übersteigert mehr Energie in einer Situation einsetzen als man dies normalerweise tun würde.

    Angenommen du willst jemandem etwas ganz wichtiges erklären.

    Dann versucht man zunächst mit normaler Stimme und normalen Gesten, seine Ausführungen zu unterstützen um bei seinem Gegenüber anzukommen. Jetzt bemerkst du aber, das er dich nicht versteht, also wirst du gemäß deiner eigenen Ökonomie energetisch nachsetzen  –  Gesten und stimme wird deutlicher, deine Aufmerksamkeit fokussiert sich noch mehr auf den Gesprächspartner um zu sehen  ob man(oder die Botschaft)  jetzt angekommen ist(energetisch adäquates Nachsetzen).  Das geht solange bis irgendwann wild gestikuliert und schreit mit dem Ziel von der anderen Person verstanden zu werden(Angst nicht verstanden zu werden).

    Wenn man jetzt dieser Kette nicht folgt, sondern  gleich beim ersten Erklärungsversuch mit der Angst nicht verstanden zu werden ins Gespräch startet, dann ist das einen energetisch  inadäquates Nachsetzen) und schon sieht eine Person, welche die Szene von außen betrachtet, eine gewisse Aggression oder auch Hysterie.

     

     

    Realisieren das es im Grunde keine einfachen oder schwierigen Stücke zu spielen gibt.

    Wenn wir von dem Ansatz ausgehen, dass etwas auf der Bühne natürlich wirken soll, dann kann es eigentlich nichts geben, was schwer oder leicht ist. Sicherlich gibt es Rollen die sich dem Schauspieler schneller, langsamer oder auch gar nicht erschließen. Doch grundsätzlich ist der kleinste gemeinsame Vorgang bei jeder Rolle immer gleich.

    aufnehmen; bewerten, reagieren. Nachdem man sich den Ablauf der Psychischen und Physischen Handlung Szene für Szene Satz für Satz folgerichtig zurechtgelegt hat, gibt es nichts was schwierig ist, den diese Technik bleibt immer und bei allen Rollen dieselbe.

     

    Natürlich muss man zuerst die Rolle erarbeiten und das findet zu allererst am Schreibtisch und mit den entsprechenden Analysen statt. Wichtig dabei sind die Vorgaben der Figur(Charakter/Beruf/Sozialer Staus, eventuelle Körperliche oder Geistige gebrechen)die Situation und der sich die Figur befindet(Zeit, Tageszeit, Im Raum oder außerhalb,  Soziale Gegebenheiten zu dieser Zeit) und welches Ziel verfolgt die Figur.

     

     

     

     

    Realisieren das die einzige Schwierigkeit des Schauspielens allein darin liegt zu erkennen, wie einfach es ist.

    Wenn man selbstbewusst ist dann gibt es tatsächlich nichts Schweres zu spielen, denn alle Prozesse, die wir auf der Bühne darstellen, erleben wir auch in unserem eigenen Leben.

    Du brauchst also absolut nicht zu spielen oder zu tun, außer das was du ohnehin immer machst. Mit dem einzigen Unterschied das der Kontext den du als Figur auf der Bühne durchleben musst, meistens(außer bei Improv.) ein festgeschriebener ist.